Mauretanien wird mit acht Etappen der Hauptschauplatz der Rallye Dakar 2008. Hier wurde vom Veranstalter ein Meer aus Sand angekündigt. Teilweise führen ganze Etappen mit hunderten Kilometern ausschließlich durch Dünen.

Leider scheint es in Mauretanien aktuell Sicherheitsprobleme zu geben. In der letzten Woche wurden vier französische Touristen und vier mauretanische Soldaten erschossen. Der Veranstalter der Dakar (A.S.O.) hat entschieden, die Route der Rallye Dakar nicht zu ändern. Man werde natürlich außerhalb und innerhalb von Mauretanien vorsichtig sein und die Situation permanent neu bewerten. Außerdem werden nach Informationen von sportlive.at 2000 mauretanische Soldaten die Sicherheit der Dakar 2008 erhöhen. Hier ist noch eine andere Quelle, die auf einer AFP-Meldung basiert.

Ohne den Ernst der aktuellen Lage herunterspielen zu wollen: Sicherheitsprobleme und die Androhung von Anschlägen sind bei der Dakar nichts Neues. Im vergangenen Jahr wurde die Route der Rallye kurzfristig geändert, weil die Gegend um Timbuktu zu unsicher sein sollte. Bei der Dakar 2001 wurden Terroranschläge in der marokkanischen Sahara angedroht. Auf der Dakar 2000 wurde eine Etappe wegen Sicherheitsbedenken in Niger abgesagt. Vermutlich ist dieses Ergebnis einer Kurzrecherche nur ein Auszug der Terrorwarnungen und entsprechenden Reaktionen der Dakar-Rallyes in den letzten 30 Jahren.

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Königsetappen durch die Dünengebirge Mauretaniens

„Ab Atar warten die Königsetappen der Rallye Dakar auf uns, unsere Teamkollegen und die Mitbewerber“, analysiert Dirk von Zitzewitz. „Denn die Strecke führt von Atar bis Nouakchott – dort ist der Ruhetag – und danach über Nouadhibou nach Atar durch viele Dünengebiete. Dort kann man sehr leicht viel Zeit liegen lassen. Vor allem die Etappe nach dem Ruhetag ist in der Regel sehr hart. Der folgende Tag von Nouadhibou nach Atar wurde zuletzt 1994 gefahren und sorgte damals für zahlreiche Dramen, als viele Teams bis weit in die Nacht in einem Sandgebirge feststeckten.“

Giniel de Villiers ergänzt: „Von Atar nach Tidjikja und von dort weiter nach Kiffa führt die zweite Marathon-Etappe, auf der wir – abgesehen von der Unterstützung durch die Race-Trucks – auf uns selbst gestellt sind. An diesen Tagen erwarten uns anspruchsvolle Offroad-Pisten mit einem höheren Anteil an Steinen als an den Tagen zuvor. Hier ist wieder die Gefahr groß, sich einen Reifenschaden einzuhandeln.“